Du hast dich schon gefragt, welcher Farbtyp du bist, aber die meisten Anleitungen im Internet lesen sich an wie eine Wissenschaftsarbeit? Dann bist du hier genau richtig. Ich zeige dir, wie du eine Farbanalyse kostenlos selbst machen kannst – ohne Fachbegriffe, ohne Verwirrung, mit drei ganz konkreten Schritten.
Bei FashionFriends in Stuttgart begleiten wir Frauen ab 40 seit über 30 Jahren auf ihrer Stilreise. Und die häufigste Frage, die uns Kundinnen stellen, lautet immer wieder: „Welche Farben stehen mir eigentlich?“ Heute bekommst du die Antwort – Schritt für Schritt.
Warum dein Farbtyp mehr als nur eine Jahreszeit ist
Die saisonale Farbtypen-Theorie klingt kompliziert, ist es aber nicht. Sie beschreibt drei Eigenschaften deiner natürlichen Farbigkeit:
- Temperatur: Hast du einen warmen (gelblichen, goldenen) oder einen kühlen (rosigen, bläulichen) Unterton?
- Helligkeit: Wirkst du insgesamt hell und zart oder dunkel und kräftig?
- Sättigung: Lebst du von starken Kontrasten (klar) oder harmonieren deine Farben eher gedämpft (soft)?
Aus diesen drei Dimensionen ergibt sich dein persönlicher Farbtyp – zum Beispiel ein Warmer Herbst, ein Kühler Sommer oder ein Klarer Winter. Klingt immer noch viel? Keine Sorge. Wir fangen ganz von vorne an.
Schritt 1: Dein dominantes Merkmal erkennen
Das ist der erste und wichtigste Schritt, wenn du deinen saisonalen Farbtyp bestimmen willst: Stell dich ungeschminkt, mit ungefärbter Naturhaarfarbe ans Tageslichtfenster und schau ehrlich in den Spiegel. Was fällt dir als erstes auf?
- Sehr helle Haare, helle Augen, heller Teint? → Dein dominantes Merkmal ist HELL.
- Dunkle Haare, dunkle Augen, kräftiger Teint? → Dein dominantes Merkmal ist DUNKEL.
- Goldener oder gelblicher Hautton, warme Haarfarben wie golden, erdbeerblond oder rotbraun? → Dein dominantes Merkmal ist WARM.
- Rosiger oder kühler Unterton, aschige oder bläulich-braune Haare? → Dein dominantes Merkmal ist KÜHL.
- Starker Kontrast, zum Beispiel tiefschwarze Haare kombiniert mit strahlend hellen Augen? → Dein dominantes Merkmal ist KLAR.
Nimm dir ruhig ein paar Minuten. Du musst nicht sofort sicher sein – das kommt mit dem nächsten Schritt.
Schritt 2: Der Schnelltest mit zwei Tüchern
Dieser Test ist mein absoluter Liebling in der Beratung, weil er so einfach ist und so schnell Klarheit bringt. Du brauchst nur zwei Kleidungsstücke oder Tücher:
Ein warmes: braun, apricot, terrakotta, cremeweiß.
Ein kühles: grau, fuchsia, kühles Rosa, reines Weiß.
Halte abwechselnd jedes Stück direkt unter dein Gesicht – und schau, was passiert. Bei welchem Ton wirkt deine Haut frischer, ebenmäßiger, lebendiger? Bei welchem sehen Ringe und Augenringe plötzlich stärker aus?
- Warme Töne lassen dich strahlen → du bist warm.
- Kühle Töne lassen dich aufblühen → du bist kühl.
Dieser Test hilft dir, den Hautton zu lesen – und damit auch die Farbtyp-Anleitung Schritt für Schritt wirklich zu verstehen, nicht nur auswendig zu lernen.
Schritt 3: Das sekundäre Merkmal und dein Farbtyp-Ergebnis
Jetzt kommt das Finishing. Du weißt, was dein stärkstes Merkmal ist. Nun schau nochmal genau hin: Was ist das zweitstärkste?
Das Zusammenspiel von dominantem und sekundärem Merkmal ergibt deinen Farbtyp:
- Dominant KÜHL + sekundär KLAR → Klarer Winter (Clear Winter)
- Dominant WARM + sekundär SOFT → Weicher Herbst (Soft Autumn)
- Dominant HELL + sekundär WARM → Warmer Frühling (Warm Spring)
- Dominant DUNKEL + sekundär KÜHL → Kühler Winter (Cool Winter)
Wenn du dir noch nicht hundertprozentig sicher bist – das ist völlig normal. Farbtyp herausfinden bedeutet manchmal auch, ein bisschen zu spielen, auszuprobieren und sich selbst neu kennenzulernen. Und denk daran: Dein Farbtyp ist eine Richtung, keine Regel. Er hilft dir, klügere Entscheidungen beim Einkaufen zu treffen – aber er verbietet dir gar nichts.
